Bye-bye Nullsteuer: Warum 15 % jetzt auch in Dubai & Co. ankommen
Nullsteuer in Dubai – war das nicht einmal der große Vorteil der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE)?
Seit 2025 gilt: Dieses Bild stimmt so nicht mehr.
Die VAE führen Schritt für Schritt ein „normales“ Körperschaftsteuersystem ein – und sind jetzt einen großen weiteren Schritt gegangen:
Neben der 9 %-Körperschaftsteuer kommt für bestimmte Konzerne eine Mindeststeuer von 15 % dazu.
Was ist passiert?
International haben sich über 130 Staaten auf eine globale Mindestbesteuerung geeinigt (OECD BEPS 2.0, Pillar Two).
Ziel: Große Konzerne sollen nicht mehr nahezu steuerfrei in Niedrigsteuerländern parken können, während in Hochsteuerländern die Steuerbasis erodiert.
Die VAE ziehen hier mit und haben:
Wichtig: Die VAE setzen zwar aktuell nicht alle OECD-Instrumente (IIR, UTPR) um, aber sie schaffen mit der nationalen Mindeststeuer Fakten im eigenen Land.
Wen betrifft das?
Die Regeln knüpfen an die OECD-Schwellenwerte an. Betroffen sind insbesondere multinationale Unternehmensgruppen mit
Wenn der effektive Steuersatz in den VAE unter 15 % liegt, wird über die Top-up Tax auf 15 % „aufgefüllt“.
Für kleinere Strukturen ohne Konzernhintergrund bleibt die „klassische“ 9 %-Körperschaftsteuer maßgeblich.
Warum ist das für CFOs, CEOs und Gesellschafter wichtig?
Wenn Sie CFO, CEO, Gesellschafter oder FiBu-Verantwortlicher einer Unternehmensgruppe mit VAE-Strukturen sind, sollten Sie das Thema genau im Blick haben:
Kurz gesagt:
Es geht nicht nur darum, ob 9 % oder 15 % fällig werden – sondern darum, ob Ihre Prozesse und Daten diese neue Komplexität überhaupt tragen können.
Was sollten Unternehmen jetzt tun?
Wenn Ihre Gruppe in den VAE aktiv ist, sollten Sie 2025 nicht als „Übergangsjahr“ verschenken:
Fazit:
Die VAE bleiben ein attraktiver Standort, aber das alte „Steuerparadiesbild“ ist vorbei.
Wer seine VAE-Strukturen professionell auf die 15 %-Welt vorbereitet, reduziert Risiken – und vermeidet, dass die Steuerlast an anderer Stelle im Konzern zuschlägt.
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