Was ist BEPS?
BEPS steht für „Base Erosion and Profit Shifting“ – auf Deutsch: Gewinnkürzung und Gewinnverlagerung. Damit sind steuerliche Strategien gemeint, die multinationale Unternehmen nutzen, um Gewinne in Länder mit niedrigen oder keinen Steuern zu verschieben und so ihre Steuerlast zu reduzieren. Diese Strategien entstehen aus Lücken und Unstimmigkeiten internationaler Steuerregeln.
Warum ist BEPS wichtig?
Solche Gestaltungen führen zu Steuerausfällen bei Staaten und schaffen Wettbewerbsnachteile für Unternehmen, die nicht auf aggressive Strukturen setzen können – z. B. für viele mittelständische Firmen. Gleichzeitig wird die Steuerfairness zwischen Unternehmen und Ländern untergraben.
Wie wird BEPS bekämpft?
2013 haben OECD und G20 das BEPS-Projekt gestartet, um gemeinsame Standards gegen diese Strategien zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden 2015 in einem Aktionsplan mit 15 Maßnahmen veröffentlicht. Dieser Plan soll sicherstellen, dass Gewinne dort besteuert werden, wo die wirtschaftliche Aktivität und Wertschöpfung stattfinden.
Internationale Zusammenarbeit statt Einzelaktionen
Über 140 Staaten und Jurisdiktionen haben sich dem Projekt angeschlossen – darunter alle OECD- und G20-Mitglieder, Schwellen- und Entwicklungsländer. Deutschland unterstützt das Projekt von Anfang an, weil gemeinsame Regeln mehr Steuergerechtigkeit und Wettbewerbssicherheit bringen.
Maßnahmen in der EU und national
Viele BEPS-Empfehlungen wurden durch EU-Richtlinien (z. B. ATAD) in verbindliche Regeln umgesetzt. Auch Deutschland hat nationale Maßnahmen eingeführt wie:
Das heißt für dein Unternehmen:
BEPS ist mehr als ein Konzept für Konzerne. Es ist ein internationaler Rahmen, der:
Diese FAQ des Bundesfinanzministeriums (Bundesfinanzministerium - Fragen und Antworten zum BEPS-Projekt) beantwortet unter anderem:
#SteuernInternational #BEPS #Steuerfairness #Unternehmenssteuer #Steuerrecht #OECD #GlobalTax #KMproNews