Gebäude schneller abschreiben? Dieses neue Urteil hilft dir dabei!

Du bist Vermieter, Gesellschafter-Geschäftsführer, CFO oder Investorin mit vermieteten Immobilien im Bestand? Dann solltest du jetzt ganz genau hinschauen!

 Mit einem neuen Urteil stärkt das FG Münster (Urteil vom 02.04.2025 – 14 K 654/23 E) Eigentümern den Rücken, die ihre Immobilie schneller abschreiben wollen.

Worum geht's?

📉 Normalerweise gilt bei vermieteten Gebäuden eine Abschreibungsdauer von 50 Jahren – also 2 % AfA pro Jahr.

📉 Aber: Wer nachweist, dass sein Gebäude wirtschaftlich schneller „verbraucht“ ist, kann eine höhere AfA ansetzen – z. B. 4,35 % bei 23 Jahren Restnutzungsdauer.

Das FG Münster sagt:

✅ Es reicht ein plausibles Gutachten zur wirtschaftlichen Restnutzungsdauer – auch ohne aufwendiges Bausubstanzgutachten.

✅ Grundlage kann die ImmoWertV sein – z. B. das Punktesystem zur Modernisierung.

✅ Eine Zertifizierung des Gutachters nach DIN EN ISO/IEC 17024 ist nicht zwingend.

✅ Aber: Eine persönliche Besichtigung durch den Gutachter ist Pflicht. (auch nachträglich möglich)

Wichtig für dich:

Wenn du Immobilien hältst oder verwaltest, kann sich die verkürzte Nutzungsdauer in der Steuererklärung richtig lohnen – vor allem bei älteren oder nur teilsanierten Objekten.

💡 Mein Tipp:

Lass prüfen, ob bei deinen Immobilien ein höherer AfA-Satz durchsetzbar ist.

➡️ Gerade bei Sanierungsobjekten oder strukturschwachen Lagen lohnt sich der Blick ins Detail.

➡️ Eine gut gemachte ImmoWertV-basierte Bewertung kann bares Geld bedeuten 💶

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Portugal lockt mit Steuerbonus – aber nur für die Richtigen!

Du überlegst, deinen Lebensmittelpunkt nach Portugal zu verlegen? Oder begleitest Mandanten, die sich damit beschäftigen? Dann solltest du das neue Steuerregime kennen – und genau prüfen, ob du (noch) dazu passt.

👉 Das bekannte NHR-Modell mit 10 Jahren Steuervorteilen wurde Ende 2023 abgeschafft.

👉 Seit 2024 gilt: Nur wer in Forschung, Innovation oder bestimmten Hightech-Sektoren tätig ist, kann profitieren.

Das neue Steuerprogramm heißt NIR – „New Impatriate Regime“ – und ist keine Steueroase für alle.

Was bringt das neue NIR?

✅ 10 Jahre 20 % Steuersatz auf portugiesische Gehälter oder Tätigkeiten im Innovationsumfeld

✅ Steuerfreiheit für viele ausländische Einkünfte (z. B. Zinsen, Dividenden, Lizenzgebühren) – auch ohne Besteuerung im Ausland

✅ Rückkehr nach zwischenzeitlichem Wegzug ist möglich – der 10-Jahres-Zeitraum bleibt aktiv

🚫 Nicht begünstigt: Rentner, Vermieter, Freelancer ohne Bezug zu Forschung/Innovation

Wer profitiert?

🧪 Wissenschaftler, Entwickler, Data Scientists

📱 IT-Profis und Tech-Führungskräfte

🏥 Ärzte und Ingenieure im Hightech-Bereich

🚀 Geschäftsführer in innovativen Start-ups

Wichtig: Unternehmen und Tätigkeiten müssen zertifiziert sein – z. B. durch Portugal Tech oder IAPMEI. Ein Arbeitsvertrag mit Innovationsbezug ist Pflicht.

Für wen lohnt sich ein genauer Blick?

👔 Gesellschafter-Geschäftsführer, die in ein portugiesisches Start-up einsteigen

📊 PE- oder VC-Fonds, die Expat-Fachkräfte ins Land bringen

🏠 Vermögende Privatpersonen, die auf alte NHR-Regeln hoffen (Spoiler: bringt nix mehr 🙃)

📌 Mein Tipp als Steuerberater:

Wenn du oder dein Mandant nach Portugal gehen wollt – prüfe vorab, ob eine NIR-Berechtigung möglich ist.

Denn ohne passenden Job oder Start-up gibt’s keine steuerliche Abkürzung mehr.

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Mandanteninformation September / Oktober