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DRV-Prüfung 2026: Die größten unterschätzten Risiken für Unternehmen 

Viele Unternehmen glauben: 

Unsere Lohnbuchhaltung läuft – da passiert nichts. 

Die aktuelle Broschüre „Prüfung von A–Z 2026“ der Deutschen Rentenversicherung (Prüfung von A - Z) zeigt ein anderes Bild: 

Die größten Risiken liegen im Detail. 

1. Geschäftsführer ist nicht automatisch selbstständig 

Ein häufiger Irrtum in der Praxis: 

Fremdgeschäftsführer sind grundsätzlich sozialversicherungspflichtig. 

Gesellschafter-Geschäftsführer nur dann nicht, wenn sie maßgeblichen Einfluss haben, also regelmäßig ab 50 Prozent Beteiligung oder mit Sperrminorität. 

Entscheidend ist nicht die tatsächliche Tätigkeit, sondern die rechtliche Machtposition. 

2. Minderheitsgesellschafter sind regelmäßig sozialversicherungspflichtig 

Wer weniger als 50 Prozent hält, ist in vielen Fällen sozialversicherungspflichtig. 

Auch wenn faktisch Einfluss besteht. 

Wichtig: 

Stimmbindungen, Vollmachten oder interne Absprachen ändern daran nichts. Entscheidend ist die formale Rechtsmacht. 

3. Kommanditisten und stille Gesellschafter werden oft falsch eingeordnet 

Kommanditisten können sozialversicherungspflichtig sein, wenn kein maßgeblicher Einfluss besteht. 

Stille Gesellschafter sind bei Mitarbeit in der Regel ebenfalls sozialversicherungspflichtig. 

Gerade hier passieren in der Praxis häufig Fehler. 

4. Meldungen und Dokumentation sind ein zentrales Prüfungsfeld 

Die DRV prüft nicht nur Strukturen, sondern auch Prozesse: 

Meldepflichten bestehen bei Beginn, Ende und Änderungen von Beschäftigungsverhältnissen. 

Fehlende oder fehlerhafte Meldungen führen unmittelbar zu Risiken. 

5. Betriebsprüfung wird zunehmend digital 

Die elektronisch unterstützte Betriebsprüfung (euBP) ist inzwischen Standard. 

Ab 2025 müssen zusätzlich Daten aus der Finanzbuchhaltung übermittelt werden. 

Die Prüfung wird damit deutlich datengetriebener und systematischer. 

Was bedeutet das für dich als Geschäftsführer oder CFO? 

Geprüft werden insbesondere: 

Status von Geschäftsführern 

Beteiligungsstrukturen 

Meldeprozesse 

Datenqualität 

Fehler führen schnell zu Nachzahlungen und zusätzlichen Kosten. 

Fazit 

Die größten Risiken entstehen nicht durch komplexe Spezialfälle, sondern durch vermeintliche Selbstverständlichkeiten. 

Wer hier sauber arbeitet, reduziert sein Prüfungsrisiko erheblich. 

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